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Tattoofarbe – was kommt eigentlich unter die Haut?

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Tattoofarbe – was kommt eigentlich unter die Haut?

“Tätowierungen werden nicht nur unter jungen Menschen in Deutschland immer beliebter.”

In den letzten Jahren hat sich die Zahl der tätowierten Deutschen enorm gesteigert. Während vor einigen Jahren gerade einmal fünf Prozent aller Deutschen ein Tattoo trug, sind heute weit über zehn Prozent tätowiert. Vielen Menschen ist dabei nicht bewusst, was ihnen unter die Haut injiziert wird. Aufgrund von mangelnden Vorschriften und Normen in vielen europäischen Ländern ist selbst zahlreichen Tätowierern nicht klar, welche Inhaltsstoffe sich tatsächlich in ihren Tattoofarben befinden.

Aus was besteht die Tattoofarbe?

Für die Herstellung von Tattoofarbe wird stets eine Grundlage aus einem natürlichen oder synthetischen Farbstoff verwendet. Diese Farbe wird oftmals aus alltäglichen Rohmaterialien wie Safran, Gips oder Kohle gewonnen. Darüber hinaus verwendet man ebenfalls Rötel, Purpur, Kermes, Ton oder Ruß, um Farbstoffe für die Tattoofarbe zu gewinnen. Einige Hersteller sind dazu übergegangen, synthetische Stoffe zu verwenden. Hierbei werden Zinnober oder Eisenoxid verwendet, um eine bestimmte Farbe zu erhalten. Die meisten dieser synthetischen Farben werden ebenfalls zum Einfärben von Konsumgütern verwendet. Das anorganische Pigment Titandioxid wird sowohl für weiße Tattoofarbe als auch für weißen Autolack verwendet. In modernen Farben wird darüber hinaus ebenfalls ein Bindemittel beigesetzt, um eine bessere Hautfärbung zu erhalten. Bindemittel wie Schellack sorgen hierbei dafür, dass sich die Pigmente im Wasser optimal verteilen.

Wie wird Tattoofarbe hergestellt?

Hersteller extrahieren in der Regel die Farbstoffe nicht selbst aus den natürlichen Grundstoffen, sondern beziehen diese extern. Für die Herstellung der Farbe werden lediglich die natürlichen Pigmente mit dem Bindemittel und Wasser vermischt, um die Tattoofarbe herzustellen. Die Herausforderung besteht dabei darin, aus den verfügbaren Farbstoffen den gewünschten Farbton zu mischen. Dieser kann unter Einfluss des Bindemittels sich ebenfalls noch einmal verändern. Aus diesem Grund bestehen die meisten Tattoofarben aus zahlreichen unterschiedlichen Inhaltsstoffen.

Gibt es Richtlinien und Normen für die Herstellung von Tattoofarbe?

Bis vor einigen Jahren existierten keine einheitlichen Richtlinien und Normen. Aus diesem Grund weisen auch heute noch viele Tattoofarben von einem Hersteller unterschiedliche Inhaltsstoffe auf. Um einen minimal anderen Farbton zu erreichen, müssen teilweise völlig verschiedene Farbstoffe gewählt werden. Erst 2008 wurde in Deutschland eine allgemeine Tätowiermittel-Verordnung beschlossen. Diese Normen regeln seither erstmals die in Tattoofarben verwendeten Inhaltsstoffe und führen dadurch zu mehr Transparenz auf dem Markt. Seither müssen die Hersteller sämtliche verwendeten Inhaltsstoffe auf ihren Produkten ausweisen, sodass Tätowierer nicht länger im Unklaren über die Zusammensetzung ihrer Farben gelassen werden. Dennoch verfügen viele Tätowierer noch immer über Restbestände der Farben von vor diesem Beschluss, sodass diese oftmals selbst nicht wissen, was sie ihren Kunden unter die Haut injizieren. Diese Verordnung führte ebenfalls dazu, dass einige minderwertige Inhaltsstoffe nicht mehr in Umlauf gebracht werden dürfen, um das Risiko auf gesundheitliche Folgen zu mindern. Dabei handelt es sich um 38 schädliche Farbstoffe, die vor einigen Jahren noch häufig in Tattoofarben anzutreffen waren.

Welche Gefahren birgt Tattoofarbe von schlechter Qualität?

Wird ein Tattoo mit qualitativ minderwertigen Farbstoffen gestochen, so können sich schwerwiegende gesundheitliche Folgen einstellen. Die Qualität der Tattoofarbe richtet sich nicht nur nach der Intensität der Hautfärbung und ihrer Deckkraft, sondern ebenfalls nach ihrer Hautverträglichkeit sowie ihrer Unbedenklichkeit für die Gesundheit. Tattoofarbe von schlechter Qualität birgt nicht nur das Risiko, ein ungenügendes Endresultat hervorzurufen, sondern kann ebenfalls zu schweren Verletzungen und Folgeschäden führen. Zahlreiche der seit 2008 verbotenen Inhaltsstoffe sind für ihre krebserregende Wirkung bekannt oder schädigen die UV-Abwehr der Haut dauerhaft. Aufgrund dieser Schädigung war es vielen Tätowierten unmöglich, ihr Tattoo offen zu tragen. Während qualitativ hochwertige Tattoofarbe nach einigen Monaten nicht mehr verdeckt und umfassend geschützt werden muss, sorgt qualitativ minderwertige Tattoofarbe für dauerhafte Schäden, die ständiger Aufmerksamkeit bedürfen. Auf diese Weise wird die Lebensqualität der Betroffenen massiv eingeschränkt.

UNSER FAZIT

85%

Zusammenfassung Qualitative Tattoofarbe ist das A und O für ein gutes und nachhaltiges Tattoo! Bitte informiere Dich bei Deinem Tätowierer über die von Ihm eingesetzten Farben bevor, Du Dich unter die Nadel legst.

Gesundheitsfaktor
80%
ACHTSAMKEIT GEFORDERT
90%

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